4.12.09

Unaufhörlicher Format-Ärger. Ein Noten-PDF aus dem Netz ist mit dem Foxit-Reader nicht lesbar, mit Acrobat 5 ebenfalls nicht. Also ist ein Aufruf im Acrobat Reader 6 erforderlich, der nichts Eiligeres zu tun hat, als gleich ins Netz gehen zu wollen. Unaufhörlich muß man also Übergriffen zuvorkommen. Neuausgabe des PDFs mit einem PDF-Druckertreiber. Dann ist es in beiden anderen Programmen auch zu öffnen, aber leider auch dreimal so groß wie vorher. Schon mal was von PDF/A gehört, dem universellen Bibliotheksformat?

 

11.11.09

In der Musikbibliothek Fahndung nach Schostakowitsch. Man hat den Herrn zwangsmigriert, von Sch nach S. Wie das? Heißt er jetzt Sostakowits?

Die politisch-linguistische Korrektheit hat zugeschlagen und will alle Benutzer zu linguistischen Fachleuten für nichtlateinische Alphabete und beliebig viele diakritsche Zeichen umerziehen. Der Denkfehler: auch im Russischen wird der Laut sch nicht als s wiedergegeben, und im Deutschen ohnehin nicht. So ist die Sache also in beiden Sprachen falsch, und niemandem ist gedient. Auf Englisch heißt der Herr übrigens, ganz analog zur deutschen Lautung, Shostakovich.

 

2.11.09

Seit Wochen Geschrei in der Presse um die "Staufalle Isarring", die Zufahrt zum neuen Richard-Strauss-Tunnel. Dummheit und selbstverschuldete Ahnungslosigkeit triumphieren. Hat man schon vergessen, daß der Tunnel gegen den Willen der Stadtratsmehrheit ins Werk gesetzt werden mußte. Daß diese Mehrheit immer schon den Stau auf ihre Fahnen geschrieben hat und sich eben mit diesem Stau rächt, wenn sie schon zum Tunnel gezwungen werden mußte? Die vom Planungsreferat seinerzeit sogar vorgesehene Einfädelspur wurde 2006 abgelehnt. Auch heute noch sind den Verhinderern 80 Bäume an dieser Stelle wichtiger als der Verkehrsfluß, vgl. tz, 28.10.09, S. 4. Wozu also die Aufregung, Münchner? Ihr bekommt genau das, was ihr gewählt habt.

 

4.8.09

SZ-Beilage Freude vom Juli 09. Verblüffung ob der ersten Seite: Freude nimmt sich alle Freiheiten, Freude ist der BMW X 6 in einer BMW-Anzeige, daneben aber ein scheinbar ernsthaftes Herausgebervorwort und im Folgenden scheinbar ernsthafte Essays über Freude, vom Psychologen Schmidbauer über verschiedene Akademiker bis zum Benediktiner Bilgri und zwei weiteren Theologen. Dazwischengestreut weitere BMW-Anzeigen und beschlossen mit einer ebensolchen unter dem Titel Freude hat immer Rückenwind und Freude ist BMW Active Hybrid (wo der Unsinn nun wirklich mit Händen zu greifen ist). Früher wäre einem seriösen Publizisten der Federhalter aus der Hand gefallen, sich so zu verkaufen - oder kaufen zu lassen. Heute fragt man sich nurmehr, wieviel Geld hier wohl geflossen ist (an die Autoren und an die SZ). Die PR-Strategie von BMW könnte man vielleicht semantische Infiltration nennen. Später Erfolg der 68er: Begriffe besetzen, Bewußtsein verändern. Die PR-Strategie von BMW hat in der Tat das Bewußtsein verändert, jedenfalls der SZ, hinter der einstmals laut Eigenwerbung doch stets ein kluger Kopf steckte. Die Essays mag man in diesem Umfeld nicht mehr lesen. Die Freude ist in Mißmut und Ekel umgekippt.

 

2.8.09

SZ vom 15.4.09, S. 39, Michael Ruhland: München setzt aufs Rad.

Wie immer bei solchen bürokratisch inspirierten Strategien: das Harmlose ist überflüssig, und der Rest ist schädlich. So wird allen Ernstes eine Fahrradabstellsatzung für Neubauten geplant - mit der man künftige Bauherren wird drangsalieren können. Hauseigentümer stellen üblicherweise von sich aus bereits Stellplätze zur Verfügung, wenn eine Nachfrage besteht, dazu braucht es keine monströse Bürokratie. Und das, was der Radfahrer tatsächlich vermißt, nämlich überdachte Stellplätze beim eigenen Haus, das wird auch eine Satzung nicht ändern, weil dieser Aufwand nicht durchsetzbar wäre. Einen Gewinner bei der Sache gibt es schon - und es wird auch der einzige bleiben und es ist stets der gleiche: die Verwaltung, die für das neue Konzept 6 neue Stellen braucht und den Etat verdoppelt bekommt.

Der angekündigte/geforderte "Paradigmenwechsel" in der Verkehrsplanung kann nur Entsetzen auslösen. Die angekündigten Ausbauten ebenfalls. Lindwurm-, Leopold- und Sonnenstr. werden genannt - die durch die vorhandenen Radwege bereits hinlänglich geschädigt sind. Wenn in der Leopoldstr. die Bäume entfernt und dem Radweg zugeschlagen würden, ließe sich darüber reden. In Wirklichkeit will man natürlich wieder einen bequemen, nämlich ideologisch sanktionierten Hebel zur Beseitigung von Park- und Straßenraum in die Hand bekommen.

1.8.09

SZ vom 25.5.09, S. 56, R. Winkler-Schlang: Flaniermeile mit Busanschluß

Die neuen Pläne zur Strangulierung des Tales werden euphemistisch vorgestellt. Angeblich sei die Straße zu breit, "Die breite Straße verführt Lieferanten, in zweiter Reihe zu parken und macht damit den Radlern die Route gefährlich." Völlige Unkenntnis des Verkehrs liegt dem zugrunde. Die Lieferanten werden nicht "verführt", sondern sie müssen in zweiter Reihe parken, weil sie liefern müssen. Und sie werden das auch künftig tun (müssen), aber dann wird der Raum erst recht fehlen, und dann erst werden die Radler ein Problem haben und gefährdet sein. Bisher reicht die Straßenbreite gerade eben aus. Das Foto der Computersimulation zeigt bereits den bevorstehenden Alptraum. Es kommen nur gerade eben 2 PKWs aneinander vorbei. Wenn jeder noch einen Radler zur Seite hätte, wäre es nicht mehr möglich. D.h. weder wird der PKW den Radler, noch der Radler den PKW überholen können. Der Radverkehr wird massiv behindert, und der Radfahrer wird ggf. auf die sinnlos verbreiterten Gehwege ausweichen. Daß kein separater Radweg und übrigens auch keine Bäume vorgesehen sind - was die Zerstörung der Straße auf die Spitze getrieben hätte -, muß man heutzutage schon als Spurenelement von Vernunft würdigen. Trotzdem wird das Ergebnis grauenhaft sein - wieder eine Straße mehr, die man als Radfahrer nicht mehr benutzen kann, wieder Millionen für die Vernichtung von Verkehrsraum ausgegeben.

 

30.7.09 (vgl. 3.6.09)

SZ vom 20.6.09: Alexander Krug "Warnung an alle Radfahrer".

Am 19.8.08 wurde eine Radfahrerin auf der Arnulfstr., Einmündung Sedlmayrstr., von einem LKW überrollt und getötet, der Fahrer jetzt aber freigesprochen. Großer Aufschrei bei den Angehörigen des Opfers und ihrem Anwalt: "da ist einer mit einem Mordinstrument unterwegs, und es kann jeden treffen." "Wenn das das Ergebnis ist, verliere ich den Glauben an den Schutzzweck der Gesetze."

In der Tat: es kann jeden treffen, zumindest jeden, der an den Schutzzweck der Gesetze glaubt. "Im Notfall schützt einen keine Verordnung, wohl aber die eigene Umsicht und die des Unfallgegners." (Essays\VERKEHR.html)

Der Gesetzgeber aber, die uneinsichtige Stadtverwaltung, wäscht wieder einmal ihre Hände in Unschuld. "Ätsch, reingefallen," bekommt das Opfer zu hören, "wir können euch zu jedem verkehrsunangemessenen Verhalten zwingen, euch an beliebig vielen Stellen behindern, aber wenn ihr glaubt, daß ihr für diese Einschränkungen Sicherheit erkauft, habt ihr euch getäuscht. Wenn ihr unseren Sicherheitsversprechen glaubt, seid ihr selber schuld, und wenn ihr unseren Einschränkungen nicht Folge leistet, seid ihr für uns schuldig, d.h. bußgeldpflichtig. Ihr seid immer die Opfer."

 

29.7.09

Auf der Rupprechtstr. wird ein Radfahrer, der sie wegen der groben Kopfsteinpflasterung zwangsläufig auf dem Gehsteig befuhr, von einem dort stehenden Polizisten aufgehalten. Er erklärt, daß das Befahren des Gehweges mit 5 Euro zu ahnden sei. Die Stadt(verwaltung) hat also nichts besseres zu tun, als ihre bewußte Zerstörung der Verkehrsinfrastruktur noch durch kostspielige Aufpasser an den irrwitzigsten Stellen sanktionieren zu lassen. Der Radfahrer klärt den Polizisten über den Sachverhalt auf, daß in diesem Falle die Straße wegen des Kopfsteinpflasters nicht befahrbar sei. Dieser erkennt diesen Tatbestand zwar erstaunlicherweise an, zieht aber den absurden Schluß, daß dann auf dem Gehweg eben zu schieben sei. Was für eine Kapitulation eine solche Denkweise für das Gemeinwesen, d.h. für die Stellung des Bürgers gegenüber der blindwütigen Obrigkeit bedeutet hätte, interessiert ihn in seinem eingelernten Formalismus natürlich überhaupt nicht.

In der Elisenstr. vor dem Justizpalast sind gerade Bauarbeiten. Obwohl es (glücklicherweise) noch keinen Radweg gibt, steht am Holzgang für die Fußgänger Radfahrer absteigen - frei erfunden, völlig grundlos, einfach nur der bürokratische Reflex, die Kanaille zu kujonieren.

 

28.7.09

tz 27.5.09 Neue Aktion gestartet: Pannen-Planung auf Münchens Straßen, S. 3. Krokodilstränen bei einer Zeitung, die sonst jeden Unfug der hiesigen Verkehrsplaner/Straßenbauer bejubelt und nicht erkennen will, daß hinter all den Maßnahmen (ideologisches) destruktives System steckt. Man möge einsenden, welche Ärgernisse man anprangern wolle. 99 % der Straßenbaumaßnahmen seit 25 Jahren haben eine Verschlechterung der Verhältnisse gebracht und beabsichtigt. Wo und wozu soll man da anfangen?

 

22.7.09

5 verschiedene USB-Speicher erhalten. Am WinXP-Rechner wird kein einziger erkannt und verwendbar gemacht. Unter Win98 SE und ME kein Problem. Man kann der Installation dort zuschauen und auf den Treibernamen kommen. Übertragung der Treiberdateien in den XP-Rechner. Erstmals zeigt er sich willig, die Hardware zu kennen und zu installieren. Bei der letzten Treiberdatei stellt er allerdings fest, daß der Treiber für Win95 oder höhergedacht sei und deshalb nicht verwendet werden könne.

Und wieder wurde der Logikmaschine die Logik ausgetrieben: zuerst dem neueren System die Leistungen des älteren vorenthalten und dann noch die Logik der Treiberversionen in die Tonne treten.

 

6.7.2009

Versuch, eine Liste mit Verknüpfungen im Auftrag zu aktualisieren und zu kommentieren. Während mit Mozilla der betreffende Rahmen mühelos speicherbar wäre, ist er es im öffentlichen Netzzugang mit dem dort oktroyierten IE 8 nicht. Es bleibt der Weg über die Zwischenablage ins Word 2007 hinein. Die Speicherung dieser Seite als HTM schlägt fehl. Speicherung im Word97-Format ist scheinbar möglich, doch erneute Speicherung wird wegen "bereits geöffneter Datei" abgelehnt. So ein Trottel: hat die Seite doch selbst (und exklusiv) geöffnet! So muß für jede Speicherung ein neuer Name vergeben werden. Zuhause Blick in die 22 kB: kein Inhalt. Mehrere Stunden Arbeit verloren. So sieht Fortschritt in der IT aus.

5.7.2009

Versuch, die eigene und eine andere Web-Präsenz mit dem Prg. Web-to-date 2 zu verwalten. Der verlangte Speicherort wird ignoriert. Ein neues Projekt wird zwingend erfordert, unter "website importieren" läßt sich das vorhandene HTML-Material jedoch nicht importieren. Nur w2d-Material und XML werden akzeptiert. Daß HTML die Grundlage für das WWW ist, hat für die Programmierer offenbar keine Bedeutung. Ein umwegiger Textimport scheint anderswo dann zwar doch noch möglich zu werden, doch obwohl der geforderte Textabsatz erzeugt wurde, wird der Import wegen angeblich nicht vorhandenen Textabsatzes abgelehnt.

Nach einem Neustart vergeblicher Versuch, das nunmehr vorhandene Projekt unter "vorhanden" zu öffnen. Es wird als nicht vorhanden ignoriert. Selbst das vom Prg. selbst als "zuletzt bearbeitet" deklarierte Projekt gilt plötzlich als nicht vorhanden.

Und so ein Prg. soll eine Hilfe sein?

 

4.7.2009

Versuch, die seit Jahren unmögliche DVD-Wiedergabe auf dem Fernseher zu realisieren. Beide PCs laufen unter WinXP pro und sehen den Dualview vor. Der Zweitmonitor läßt sich entweder gar nicht aktivieren, obwohl genau dies in der Systemsteuerung vorgesehen und für sie beschrieben ist, oder wird einfach nicht berücksichtigt. Weder per S-Video, noch per FBAS wurde ein Signal übermittelt, und es war nicht einmal klar, ob die Grafikkarte oder der Fernseher schuld war. Da sich letzterer DV-Signale aber erfolgreich zuführen ließ, lag die Schuld wohl bei der Grafikkarte oder der Software.

 

29.6.2009

Ausfall eines PC-Monitors. Dies schien durch Wechsel auf den etwas kleineren und neueren LCD-Monitor leicht behebbar zu sein. Die Verweigerungsmeldung Out of range kam nicht überraschend. Gang in den VGA-Modus. Dort bietet eine Automatik die Korrektur der zu geringen Auflösung an. Ergebnis: dunkler Bildschirm, Darstellungsunfähigkeit. Beim nächsten Anlauf manuelle Einstellung in Systemsteuerung/Anzeige. Auswahl von 800x600 aus der Liste der von der Grafikkarte unterstützten Modi. Ergebnis: dunkler Bildschirm, Darstellungsunfähigkeit. Beim nächsten Anlauf Versuch, den Standardmonitor durch den Plug-and-Play-Monitor zu ersetzen, den das System selbst erkannt und als betriebsbereit gemeldet hat. Es läßt sich jedoch kein anderer Monitor installieren. Der Versuch, dies über einen anderen Treiber zu erschleichen, wird sabotiert: der Plug-and-Play-Treiber wird ignoriert "keine Hardwareinformation gefunden" - genau dort, wo alle Hardwareinfor-mationen stehen. Auch die Installationsfunktion per Kontextmenü wird ignoriert. Der Versuch, per Systemsteuerung/Hardware eine Neuinstallation zu erzwingen, scheitert ebenfalls. In der Geräteliste taucht der Gerätetyp Monitor gar nicht auf. Auch schon die bloße Bestätigung der aktuell verwendeten VGA-Auflösung führt übrigens zum Zusammenbruch der Darstellung. Selbst die Verwendung des Abgesicherten Modus, dem ja ebenfalls der VGA-Modus zugrunde liegt, endet wieder "Out of range". Konklusion: unter Windows XP Pro ist keine Monitorinstallation möglich.

 

15.6.09

Versuch, für die Steuererklärung aktuelle Steuersoftware (eines renommierten Herstellers) zu installieren. Daß sie nicht unter ME läuft, kann man hinnehmen. Daß aber nach manueller Wahl zweier Speicherorte das Installationsprg. eigenmächtig einen weiteren, tiefgestaffelten Ordner auf dem Boot-Laufwerk einzurichten beginnt und ebenfalls unaufgefordert das .NET-Monstrum aktualisiert, ist eine Frechheit. Dabei ist es unfähig, die eigenen Dateien dort zu plazieren oder, im Falle von Archiven, auszupacken. Bei einem Archiv kann der Anwender durch oftmalige Wiederholung die Datei schließlich noch implementieren. Bei einer anderen, .JAR, gelingt dies nicht mehr. Die Installation bricht ab, das Prg. wird nicht benutzbar, also keine Steuererklärung.

 

3.6.09

Notiz im Münchner Merkur, wieder ein Radfahrer von PKW-Rechtsabbieger überfahren, Karl-Theodor/Ecke Schleißheimerstr. TZ 21.10.08 S. 7: 12jährige und 15jähriger auf Fahrrad in ähnlicher Konstellation überfahren. - Und so werden immer wieder Ahnungslose über die Klinge springen, denen man das Märchen vom sicheren Radweg eintrichtert und zur Befolgung falscher Regeln nötigt. Und eine verantwortungslose Politik glaubt weiter unverdrossen, den geradeaus fahrenden (oder vielleicht gar linksabbiegewilligen) Radfahrer zwingen zu dürfen, rechts von PKW-Rechtsabbiegern zu fahren.

Von vorhersehbaren Witterungsunzumutbarkeiten gar nicht zu reden. Winterdienst konterkariert rot-grüne Verkehrspolitik - Bärendienst für die Radler meldet sogar die SZ, 26.2.09. Ja was glaubt man denn, von einem Winterdienst erwarten zu dürfen, der die Verkehrsteilnehmer schon aus ideologischen Gründen der Natur überläßt, d.h. die Natur als Waffe gegen sie einsetzt?

Am Ausgang der Maillingerstr. zur Marsstr. hin wurde zum wiederholten Male einer der dortigen Poller umgefahren. Kein Wunder, denn die absichtlich verengte Einmündung ist schon für ein Fahrzeug schmal - während in früheren, verkehrsrationalen Zeiten natürlich Begegnungsverkehr möglich war -, und wenn ein etwas größerer LKW kommt, wird sie eben zu schmal. Aber die behördliche Borniertheit wird dieses Bollwerk der Bosheit rücksichts- und einsichtslos wieder errichten.

 

17.5.09

Bei einem Bekannten Videoprobleme am PC, die wiederum die grauenhafte Unterentwicklung der Softwarewelt in diesem Bereich zeigten.

Eine DVD von einer fremden, nicht geschützten Kameraaufzeichnung sollte geringfügig geschnitten werden. Man benötigte also ein Videoschnittprg., das VOB entgegennahm. Premiere konnte das nicht und der MS Moviemaker ohnehin nicht. Besorgung des AVS-Videokonverters, der sich dazu tatsächlich bereiterklärte, wegen Wasserzeicheneinfügung aber unbrauchbar war. Die neue VirtualDub-Version wurde zum Fiasko, denn der Filmschnitt war nicht als Befehlssequenz speicherbar, d.h. es war keine Unterbrechung der Arbeit möglich, und nach dem Verlassen des Prg.s war die Arbeit auch tatsächlich verloren. Eine Speicherung wäre überdies offenbar nur mit (qualitätsverschlechternder) Rekompression möglich gewesen.

Der Audioexport eines anderen Videos war alles andere als einfach, obwohl es etwa für die Youtube-Flashs praktische Lösungen gab. MS Moviemaker war unfähig, nur Audio auszugeben, Nero Vision ebenfalls. VirtualDub zeigte seine Unfähigkeit besonders bizarr. Es bot vermeintlich einen Export in MP3 oder als "rohes Audio" an, doch das angebliche MP3 war viel zu groß, hatte die Endung MLP und wurde von keinem Audioprg. erkannt. Auch das rohe Audio war nutzlos. Zudem verfügte das Prg. nicht einmal über einen Fortschrittsbalken, so daß es der Benutzer wegen vermeintlicher Untätigkeit beinahe vorzeitig geschlossen hätte. Es blieb nur Premiere, das aber nur WAV ausgeben konnte.

 

16.5.09

Werbung für ein Funktelefon: Sei einfach du selbst - mit dem neuen S7220 Ultra. Daneben steht ein Mann, den man für M. Ballack halten könnte. Die doppelte Entfremdung in ihrer Botschaft ist den Werbern offenbar gar nicht aufgefallen: die Umleitung des Selbst über einen Warenfetisch und über eine fremde Figur, die man zweifellos auch nicht selbst ist.

 

15.5.09

Google interpretiert deutsche Lyrik

Suche: Das Web Seiten auf Deutsch Seiten aus Deutschland

Web Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 102 für Rilke "Deine Seele sing ich". (0,77 Sekunden)

Meinten Sie: Rilke "Meine Seele sing ich"

Suchergebnisse Rilke - Deine Seele sing ich

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10.5.09

Jubiläum 2000 Jahre Varusschlacht. Archäologen graben bei Kalkriese sortenrein zusammengetragene Waffen- und Werkzeugreste der Römer aus. Die Germanen haben sie nach der Schlacht offenbar gesammelt, weil sie die Metallbearbeitung viel weniger beherrschten als die Römer. Sie haben also schon damals Mülltrennung betrieben und "Wertstoffhöfe" gehabt. Im Zweiten Weltkrieg haben sie dann Zahnpastatuben gesammelt, weil die Metalle erneut knapp waren. Schrecklich nunmehr, Armut und Dummheit nach zweitausend Jahren unter dem grünen Etikett fortwirken zu sehen.

Und ebenso sehr, wie man vor 100 und 200 Jahren die Schlacht zum nationalen Ursprung verklärte, bemüht man sich heute, jedweden nationalen Bezug wegzuerklären und jeder affirmativen Regung den Boden zu entziehen, angefangen bei der genüßlichen Attitüde, den deutschen Namen Hermann mit spitzen Fingern als vermeintliche Erfindung erscheinen zu lassen. So falsch eine Glorifizierung wäre, so mißtrauisch stimmt die mißgünstige Verbiegung.

 

9.5.09

Programmankündigung des Films Die Besteigung des Chimborazo in der Hörzu. Als Produktionsländer werden genannt: Deutschland/DDR/Ecuador. 20 Jahre nach dem Mauerfall blüht die Geschichtsblindheit, die Mauer steht jetzt vor der Vergangenheit.

 

8.5.09

SZ 7.5.09 S. 38 Jan Bielicki "Mehr Raum für Radler"

3 Mio. jährlich mehr will die Stadt für "neue Radverbindungen" ausgeben. Der Wahnsinn hat Methode und wird institutionalisiert, die Wahnvorstellung, man müsse dem Radfahrer eigene Trassen bereitstellen (die dann so eigen nicht sind). In Wirklichkeit ist der Radfahrer froh um jeden nicht gebauten und ihm nicht aufgezwungenen Radweg und jede nicht "rückgebaute" Kreuzung.

 

4.5.09

Versuch, Encarta 2006 zu installieren, scheitert aber an des Systems Vorhaben einer Aktualisierung von .NET, obschon die vorhandene Version ohnehin neuer hätte sein müssen. Auch eine Quasi-Netzwerk-Installation, die vermutlich das ganze Material auf ein externes Laufwerk verfrachtete und dafür mehr als eine halbe Stunde brauchte, scheiterte, weil sie sich vorher aufhängte. So wurde also beiläufig auch die Nutzung eines normalen, textuellen Informationsmediums unmöglich gemacht.

In der Ztg. Meldung, daß MS die Encarta einstelle. So ist's recht: ein einst als modern angepriesenes Informationsmedium ist nicht nur nicht nutzbar, sondern verschwindet bereits vor seiner Nutzbarwerdung.

 

3.5.09

Erneute Reklamation beim Kundendienst von D 2. Daß eine Entscheidung einer Abteilung vom 15.3. nicht binnen eines Monats an die Rechnungsstelle weitergegeben wurde, die am 15.4. nämlich eine erneute Rechnung erstellte, sei doch befremdlich.

 

30.4.09

Im SZ-Forum Radlfallen erneuter Eintrag, erneut abgelehnt.

Zeitungen bilden nicht Wirklichkeit ab, sondern zeigen nur den Ausschnitt/Querschnitt Wirklichkeit, den zu zeigen sie sich vorgesetzt haben.

 

29.4.09

SZ berichtet über den SZ-Leaders' Dialogue. Es fehlte also der Mut, das Verlautbarungsforum Führergespräch zu nennen. Notabene würde sich eine Aktualisierung von Klemperers LTI sicher lohnen, mit der Sprache jener Wirtschaft im Visier, die sich selbst (im Englischen aufrichtig, im Deutschen verschämt) als Krieg versteht.

 

28.4.09

Kaffeepreis gesunken, für koffeinfreien jedoch nicht, so daß der Abstand jetzt auf 65 ct angewachsen ist. Einst waren es 50 Pfg. So wird einem der Verzicht auf Schonung nahegelegt.

 

26.4.09

Dateiübernahme vom Mac per Steckerspeicher. Windows XP ist unwillig, das Gerät zu erkennen. Erst in zwei Anläufen und mit einigen Tricks läßt sich ein zweiteiliger Treiber auffinden und bis zur Verwendung bringen. Die gewünschte Datei ist dann zwar sichtbar, aber nicht kopierbar. Verschiedene Fehlermeldungen faseln von ungültigem Pfad im Dokument oder Nichtvorhandenheit der (vor Augen liegenden) Datei. Einschlägiger, jahrzehntelang eingeübter Verdacht untersucht die Namensbestandteile und bemerkt eine Differenz zwischen angezeigtem statischem und zur Änderung angezeigtem Namen. Wiederum stimmen die Umlaute und Interpunktion nicht überein. Das System ist dumm genug (gemacht), unterschiedliche Zeichensätze zuzulassen und bei Vorliegen einer Differenz in einem Dateinamen den falschen Schluß zu ziehen, daß die Datei nicht vorhanden oder erreichbar sei.

In welchem Jahrhundert werden uns endlich die Umlaute - und die unfähigen Betriebssystemarchitekten - keine Falle mehr stellen?

24.4.09

In der SZ Eintritt ins Forum (= Leserbriefseite) Radlfallen, anmeldungsfrei zugänglich. Aber die scheinbare Freiheit täuscht; im Hintergrund wird "moderiert". Zwei deutliche, aber keineswegs unangemessene Sätze zum Problemfeld, direkt auf den letztgezeigten Beitrag Bezug nehmend, werden nicht veröffentlicht.

Die Metternich'schen Zensoren konnte man noch fragen, nach ihren Vorgaben und Wunschbildern.

 

18.4.09

Das Kinomagazin Kino aktuell im schweizer Fernsehen wird in Box Office umbenannt. Soll die Sendung unter dem verfremdeten, unverständlichen Titel leichter auffindbar sein?

 

12.4.09

Neue Verpackungsverordnung in Kraft, die beliebige Packungsgrößen im Handel erlaubt. Bizarr sind nur die argumentativen Verrenkungen, mit denen die sich sonst als Verbraucheranwalt gerierende EU diesen Kotau vor dem Handel und dieser selbst seine Strategie rechtfertigt. Daß das neue Reglement nur der Undurchsichtigkeit der Preisgestaltung und damit der Übervorteilung des Kunden dienen soll, ist so durchsichtig wie nur etwas. Tatsächlich tauchen dann im Supermarkt solche Absurditäten wie Obst zu 950 g auf. Den Verweis auf die zusätzlich angegebenen metrisch normierten Preisangaben kann man leicht zurückgeben: wenn ihr sie so groß druckt, wie die Packungspreise bisher, und diese dann klein, sind wir einverstanden.

 

20.3.09

EU-Beschluß der Abschaffung der Glühfadenlampen. Wieder wird ein vermeintlich ökologisches Argument gegen den Verbraucher in Stellung gebracht, während man eigentlich gegen die Billigeinfuhren aus Fernost vorgehen will. Tatsächlich ist die behauptete Langlebigkeit der Energiesparlampen und damit die Amortisationsfrist eine Lüge. Von etlichen dieser Lampen hat im eigenen Haushalt bislang nur eine einzige überlebt, von der schlechten Lichtqualität nicht zu reden. Hingegen sind die Glühlampen beliebig langlebig. Der schlechte Wirkungsgrad ist kein großer Nachteil, da die Abwärme im langdauernden deutschen Winter auch Nutzwärme darstellt.

 

15.3.09

Bei D 2 erneute Reklamation wegen der illusionären DSL-Rechnung. Der Kundendienstler zeigt Einsicht und sichert Stornierung zu.

 

1.1.2009

Man läßt sich mit dem neuen Mobiltelefon eines Gastes fotografieren. Als der Portraitierte die Fotos auch haben wollte, entstand das Problem der Datenübertragung. Ein Kabel hatte er nicht, und so versuchten wir Bluetooth. Am PC Installation der nötigen Treiber, die Software erkannte sein Telefon und dieses erkannte meinen PC. Der sog. Hauptschlüssel wurde ausgehändigt. Ich machte die Freigaben und sah die Netzwerkverbindung. Eine Datenübertragung war jedoch nicht möglich, obwohl der nötige Dienst vorhanden war. Es war überhaupt nicht klar, welche Funktionen/Eigenschaften in welcher Reihenfolge installiert und aktiviert werden mußten. Die angebotene Hilfe war völlig unnütz, da sie wie üblich nur problemverdrängend konzipiert war, statt den für die Verbindung nötigen Ablauf zu beschreiben und interaktiv nachvollziehbar zu machen. Zwar waren die meisten der zahlreichen Registerkarten nicht unbekannt, etwa die Eigenschaften im IP-Protokoll, doch eine Adreßeingabe von Hand konnte wirklich nicht die Lösung sein. Wieder einmal hat der Anwender also mit einem System, einem Dienst zu tun, der auch unter Windows XP wegen unbeherrschter Komplexität nicht nutzbar ist. Ein Dienst, der angeblich seit Jahren zum Standardrepertoire der DFÜ gehört, ist im Bedarfsfall nicht verwendbar, und es werden nicht einmal Kriterien vorgelegt, wie er verwendbar gemacht werden könnte.